Packliste zum wandern – was gehört alles in den (tages-) rucksack?

Deine Packliste zum Wandern: Erfahre, was du beim Packen deines Rucksacks beachten solltest und welche Dinge bei keiner Tageswanderung fehlen dürfen.

Packliste zum Wandern – Was gehört alles in den (Tages-) Rucksack?

Eine Packliste zum Wandern? – Muss das sein? Man muss schon zugeben, nach Abenteuer, Freiheit und Spontanität klingt das nicht. Trotzdem solltest du gerade im Vorfeld anspruchsvoller und längere Wanderungen keinesfalls auf eine systematische Planung und ausreichende Vorbereitung verzichten. Denn gerade in bergigen Regionen ist eine gute Ausrüstung aufgrund des wechselhaften Wetters von zentraler Bedeutung. Damit du auch für plötzliche Wetterumschwünge stets gut gerüstet bist, aber dennoch nicht unter dem Gewicht deines Wanderrucksacks zusammenbrichst, ist eine gut durchdachte Packliste unverzichtbar. Wir zeigen dir, was du tatsächlich zum Wandern benötigst und was du beim Rucksack packen auf keinen Fall vergessen solltest.

Rucksack packen: was brauche ich alles für eine wanderung? 

Tatsächlich ist das Packen eines Wanderrucksacks, ähnlich wie das Kofferpacken vor dem Sommerurlaub, eine höchst individuelle Angelegenheit. Während die einen am liebsten mit einem ultraleichten Tagesrucksack losziehen und Gepäck und Kleidung dabei auf ein Minimum beschränken, wird die Packliste bei anderen deutlich umfangreicher ausfallen.


Die absoluten Basics beim Rucksackwandern
Letztendlich sind vor allem die Länge der Tour, die Jahreszeit sowie die Wetterprognose ausschlaggebend dafür, welche Gegenstände unbedingt in den Rucksack gehören und welche getrost zu Hause bleiben können. Trotz allem gibt es eine Reihe an Wanderutensilien, die auf keiner Packliste fehlen dürfen und die jeder Wanderer immer dabeihaben sollte:

- Ein gutsitzender Tageswanderrucksack mit einem Volumen von 20-30 Liter, inklusive passender Regenhülle
- Ein Erste-Hilfe-Set
- Ausweis und Bargeld
- Wanderführer
- Smartphone (sowohl für Notfälle als auch zur Orientierung)
- Karte, Kompass oder GPS-Gerät
- Persönliche Medikamente (wie z.B. Kopfschmerztabletten oder Allergiesprays)
- Eine Trinkflasche (mindestens 1,5 Liter) mit Wasser oder ungesüßtem Tee
- Verpflegung (z.B. belegte Brote, Müsliriegel, Obst, o.Ä.).

Glühende Hitze und eisige Kälte: Wetter- und routenabhängige Packliste
Neben der Wahl der Strecke (anstrengende Gebirgstour vs. gemütliche Waldwanderung) hängt der Inhalt deiner Packliste in erster Linie davon ab, zu welcher Jahreszeit du gerne wandern gehen möchtest. Da es während der Wintermonate vergleichsweise schnell dunkel wird, ist eine gute Stirnlampe zu dieser Jahreszeit ein absolutes Muss, damit du dein Ziel auch noch dann sicher erreichst, wenn du einmal von der Abenddämmerung überrascht wirst. Das Gleiche gilt auch in puncto Sonnenschutz: Eine auf die vorherrschenden Lichtverhältnisse abgestimmte Sonnenbrille, ein Sonnenhut oder eine Kappe, eine Sonnencreme mit ausreichend hohem Lichtschutzfaktor (mindestens LSF 30) sowie eine geeignete Lippenpflege sind sowohl im (Früh-) Sommer als auch im Winter essentiell, um vor allem die „Sonnenterrassen“ – also die Hautpartien, die der Sonne besonders stark ausgesetzt sind - vor der gefährlichen UV-Strahlung zu schützen.
Nicht verzichten solltest du im Sommer außerdem auf ein Insektenschutzspray sowie eine Zeckenzange/Zeckenkarte. Im Winter stillt eine Thermoskanne oder -flasche mit warmem Tee nicht nur den Durst, sondern spendet gleichzeitig Wärme von innen. Je nach Wanderroute kann auch die Mitnahme von Wanderstöcken durchaus sinnvoll sein. Insbesondere in unwegsamem Gelände und auf Routen mit vielen Auf- und Abstiegen lohnt sich der Stockeinsatz. Zu guter Letzt gibt es noch weitere, nützliche Gegenstände, die du zwar nicht zwingend benötigen wirst, die dir das Wandern aber dennoch erleichtern oder versüßen können, wie beispielsweise

- (Digital-) Kamera / Videokamera
- Wandertagebuch oder Notizheft
- Taschenmesser oder Multitool
- Fernglas
- Feuerzeug
- Taschentücher
- Ein kleines Sitzkissen
- …

Wanderkleidung: welche kleidungsstücke du anziehen (oder in den rucksack packen) solltest 

Um dich sicher im Gelände zu bewegen und dabei warm und trocken zu bleiben, brauchst du neben einer guten Ausrüstung vor allem die richtige Wanderkleidung. Insbesondere, was die Qualität der Wanderschuhe angeht, solltest du keine Kompromisse eingehen.


Die passenden Wanderschuhe für Sommer und Winter
Gute Wanderschuhe sollten dir immer mindestens bis zum Knöchel reichen und gleichzeitig aus robusten, wasserabweisenden und im besten Fall auch atmungsaktiven Materialien gefertigt sein. Achte außerdem auf ein gutes Profil und eine stabile, steife Sohle. Ob du lieber knöchelhohe Wanderschuhe, klobige Wanderstiefel oder gar massive Bergstiefel trägst, bleibt letztendlich dir überlassen, solange die Schuhe für das jeweilige Einsatzgebiet geeignet sind bzw. der Jahreszeit entsprechen. Zur Vorbeugung lästiger Blasen und wunder Stellen, sollest du neue Wanderschuhe immer erst eine Weile im Alltag tragen. Sind die Schuhe einmal eingelaufen, sorgen hochwertige Funktionssocken für einen hohen Tragekomfort und ein optimales Fußklima. Da auch die robustesten Schnürsenkel einmal reißen können, solltest du immer auch ein Paar Ersatzschnürsenkel einpacken. So ersparst du dir im Zweifelsfall einige Unannehmlichkeiten.

Gut angezogen von Kopf bis Fuß: T-Shirts, Jacken und mehr
Zwar kannst du auch in Sport- und Alltagskleidung wandern gehen, über kurz oder lang legen sich die meisten Wanderer und Naturfans jedoch spezielle Wander- oder Outdoorkleidung zu, die nicht nur weniger Gewicht auf die Waage bringt, sondern auch in Sachen Funktionalität überzeugt. Je nach Wetterlage dürfen folgende Kleidungsstücke auf keiner Wanderung fehlen:

- Ein kurzes oder langes Funktionsshirt
- Eine bequeme Wanderhose
- Eine wärmende Fleecejacke oder ein Pullover
- Einen geeigneten Regenschutz (bestehend aus Regenhose und einer wasserdichten Hardshelljacke)
- Eine leichtere Softshelljacke
- Optional: Mütze/Stirnband, Handschuhe, Halstuch oder Loopschal für kühlere Tage oder Winterwanderungen.
Unabhängig vom Wetter und der gewählten Strecke solltest du außerdem immer Kleidung zum Wechseln mitnehmen.

Tipps zum rucksack packen: so erstellst du eine gute wanderpackliste 

Vor allem unerfahrene Wanderer stellt das Packen des Wanderrucksacks häufig vor eine große Herausforderung: Was brauche ich wirklich? Auf was kann ich im Zweifelsfall verzichten? Kann ich den 15 kg schweren Rucksack auch nach einem einstündigen Bergaufmarsch noch problemlos tragen? Folgende Tipps sollen dir dabei helfen, die für dich und deine Wanderbegleiter perfekte Packliste zu erstellen:

1. Verbindliche Checklisten: Auch wenn es auf den ersten Blick unnötig und pedantisch erscheint: Schriftliche Packlisten für unterschiedliche Wanderungen, Jahreszeiten oder Witterungsbedingungen sind eine große Hilfe, wenn es um die Organisation und Planung von Tagestouren oder auch mehrtägigen Wanderungen geht. Ob du die Liste lieber von Hand, in einer Excel-Tabelle oder mit einer zu diesem Zweck entwickelten App erstellst, ist reine Geschmackssache.

2. Checke den Wetterbericht: Planst du eine längere Wanderreise, solltest du dich bereits im Voraus über die Durchschnittstemperaturen, die Regen- bzw. Schneewahrscheinlichkeit und das Gewitterrisiko im Wandergebiet informieren. Zudem solltest du 1-3 Tage vorher die Wettervorhersage checken. Bei einem Regenrisiko von 1 % kannst du die Regenhose eventuell direkt im Schrank lassen.

3. Achte bereits beim Kauf von Kleidung und Ausrüstungsgegenständen auf ein möglichst geringes Gewicht und Packmaß und packe möglichst platzsparend. Das Gesamtgewicht deines Rucksacks sollte maximal 20 % deines Körpergewichts betragen.

4. Verzichte darauf, Kleidungsstücke oder Schuhe außen am Rucksack festzubinden. Herumbaumelnde Gegenstände sind nicht nur lästig, sondern stellen unter Umständen auch ein Sicherheitsrisiko dar.

5. Verpflegung: Bedenke, dass auch Essen und Trinken Platz im Rucksack beanspruchen. Dein Wanderrucksack sollte auch mit Proviant nicht zu schwer sein und sich problemlos schließen lassen.