Gönn deinem fahrrad vor der schlecht-wetter-saison noch einmal eine generalüberholung

Bei schlechtem Wetter Rad zu fahren macht niemandem so wirklich Spaß. Wenn du dann auch noch eine Reparatur vornehmen musst, weil dich dein Fahrrad unterwegs im Stich lässt, fällt deine Tour schon mal kürzer als geplant aus.

Um solch einer Situation bestmöglich vorzubeugen, solltest du dein Fahrrad vorab generalüberholen. 
Dabei gilt es Folgendes zu überprüfen:

– Bremsen

Da sie ein integrales Element für deine Sicherheit darstellen, musst du den Bremsen besondere Aufmerksamkeit schenken. Achtung: die Art der Prüfungen richtet sich nach den an deinem Fahrrad verbauten Komponenten..

– Bremsklötze

Bei Bremssystemen mit Bremsklötzen nutzt sich das Bremsgummi bei feuchten Bedingungen schnell ab. Achte darauf, dass die Bremsklötze nicht übermäßig abgenutzt sind! Zur Unterstützung zeigt dir eine Abnutzungsmarkierung an, wann die Bremsklötze gewechselt werden müssen.

– Scheibenbremsen

Bei Scheibenbremsen und Bremsbelägen solltest du alle zum Bremsen nötigen Komponenten säubern und bei Bedarf entfetten.

Wenn die Beläge oder Scheiben abgenutzt oder beschädigt sind, müssen sie ausgetauscht werden.

Achtung: auf Bremskomponenten darf kein Schmiermittel kommen! Falls trotzdem versehentlich Schmiermittel daraufgelangt, solltest du die Scheiben und Bremsbeläge bzw. Felgen und Bremsklötze sofort säubern.

Zum Säubern einer dreckigen oder mit Schmiermittel versehenen Scheibenbremse baust du sie aus, reinigst sie mit einem Tuch und gibst anschließend ein Produkt wie Azeton oder Brennspiritus darauf.

Bei den Bremsbelägen besteht ein großes Risiko, dass sie durch das Aufbringen von Schmiermittel so stark beschädigt wurden, dass eine Reparatur nicht möglich ist. Du kannst versuchen, sie sofort in Azeton zu tauchen. Lass das Produkt einwirken, trockne sie und reibe sie anschließend mit einem Schleiftuch ab.

Am vernünftigsten ist es jedoch, die Bremsbeläge rundweg auszutauschen.

– Reifen

Betrachte dir den Gesamtzustand deiner Reifen.  Sie dürfen weder Schnitte noch Risse aufweisen.

Auch der Reifendruck muss vor jeder Tour geprüft und bei Bedarf angepasst werden. Dieser Hinweis gilt natürlich nicht nur bei Regenfahrten.

– Züge und Zughüllen

Bevor du dein Fahrrad winterlichen Bedingungen aussetzt, solltest du deine Züge und Zughüllen austauschen, damit sie den ganzen Winter über gut funktionieren.

Unser Tipp: Nimm diesen Austausch zweimal pro Jahr in Verbindung mit einer regelmäßigen Wartung vor: einmal im Frühjahr und einmal im Herbst. So verfügst du dauerhaft über gut funktionierendes und sicheres Material.

– Antriebsgruppe

Prüfe den Abnutzungsgrad deiner Kette, Kettenblätter und Ritzel. Ersetze die entsprechenden Komponenten bei Bedarf.

Zum Prüfen der Abnutzung der Kette gibt es zwei Möglichkeiten:

- Manuell
Schalte die Kette auf das große Kettenblatt und ziehe an einem auf dem Kettenblatt befindlichen Kettenglied. Wenn du quasi den gesamten Zahn des Kettenblatt siehst, musst du die Kette wechseln.

-Mithilfe einer Kettenverschleißlehre
Setze die Lehre oben auf die Kette und führe die beiden Spitzen in die Kettenglieder ein. Jetzt wird dir die prozentuale Abnutzung deiner Fahrradkette angezeigt. Wenn der Wert nahe 100 % liegt, solltest du deine Kette wechseln.

Bereite dein Fahrrad auf die Schlecht-Wetter-Saison vor

– Unbewegliche Kettenelemente oder eine springende Kette

Wenn deine Fahrradkette unbewegliche Stellen aufweist oder zu springen beginnt, ist es wahrscheinlich an der Zeit, sie zu wechseln.

Wenn du die Kette wechselst, musst du auch die Kassette oder zumindest die am stärksten abgenutzten Ritzel austauschen. Tust du das nicht, besteht die Gefahr, dass die neue Kette auf den abgenutzten Ritzeln springt und du nicht richtig fahren kannst.

Unser Tipp: Verwende in der kalten Jahreszeit alte Kettenblätter bzw. Ritzel, deren Zähne jedoch noch nicht abgenutzt sind. So setzt du dein bestes Material keinen schlechten Wetterbedingungen und insbesondere keinem korrodierendem Salz aus. Viele Rennradfahrer kennen diesen Tipp und nehmen ihn sich zu Herzen.

Hier findest du all unsere Tipps zum richtigen Zeitpunkt des Kettenwechselns.

2. Einige tipps zur vorbereitung deines fahrrads auf schlechtes wetter

Zum Schutz vor Spritzwasser oder Schlamm kannst du dein Fahrrad mit Schutzblechen ausstatten.

Wähle ein für deine Nutzungsart geeignetes Schutzblech und prüfe, ob es sich an deinem Fahrrad befestigen lässt.

Achtung: Bei schlechten Witterungsbedingungen kann sich Wasser in Rahmen und Laufrädern ansammeln. Normalerweise sind Felgen und Rahmen mit kleinen Löchern ausgestattet, durch die das Wasser ablaufen kann. Aufgrund schlammiger Bedingungen beim Mountainbiken können diese Löchlein jedoch leicht verstopfen, sodass das Wasser im Inneren des Rahmens und der Laufräder bleibt.

Dieses Wasser sorgt nicht nur dafür, dass dein Fahrrad schwerer wird, sondern kann auch dein Material beschädigen.

Zur Lösung dieses Problems solltest du dein Fahrrad zunächst säubern und dabei einen besonderen Schwerpunkt auf die Löcher zum Ablaufen des Wassers legen. Falls das nicht ausreicht, musst du die Laufräder ausbauen, die Reifen abziehen und die Schläuche abnehmen.

Das Wasser im Rahmen entfernst du, indem du die Sattelstütze herausziehst und das Wasser durch das Sattelrohr abfließen lässt. Falls das nicht ausreicht, musst du das Tretlager ausbauen.

Hinweis: Diesen Arbeitsgang kannst du jedesmal durchführen, wenn du im Regen gefahren bist oder Wasseransammlungen in deinem Fahrrad festgestellt hast.

Wir haben dir alle nötigen Tipps geliefert, um dein Fahrrad auf Regen und Nässe vorzubereiten. Jetzt ist es an dir, deine Ausrüstung so zu verwöhnen, dass du problemlos durch den Winter kommst: Wir freuen uns über Tipps von dir, wie du dein Fahrrad schützt!

Bereite dein Fahrrad auf die Schlecht-Wetter-Saison vor