4 Tipps zur vermeidung von blasen beim trekking

Blasen sind der schlimmste Feind des Trekkers. Sie können einem nicht nur die schönsten Touren vermiesen, sondern machen einem auch noch zu schaffen, wenn man längst wieder zurück ist. ​

Wir zeigen dir, wie du dich davor schützen kannst, um nur mit schönen Erinnerungen nach Hause zu kommen! ​

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Meistens entstehen Blasen durch Reibung. Zum Beispiel, wenn der Schuh oder die Socke gegen die Haut reibt oder sich ein kleiner Fremdkörper eingeschlichen hat.

Feuchtigkeit durch Schweiß oder Nässe von außen kann die Gefahr von Blasenbildung erhöhen, da sie die Haut empfindlicher gegenüber Reibung macht. In diesem Fall kann es helfen, die Schuhe und Socken in den Pausen zu lüften!

1. Teste deine schuhe vor der trekkingtour

Seine Schuhe erst am Tag vor dem Trek zu kaufen, ist definitiv nicht die beste Idee. Aber natürlich ist uns das auch schon passiert, deshalb werfen wir nicht den ersten Stein. Falls du eine Wette um die dicksten Blasen gewinnen willst, ist es sogar eine sehr kluge Taktik. Wenn du aber lieber drauf verzichtest, solltest du deine Schuhe "einlaufen", bevor es losgeht. Trage sie mehrmals auf Tageswanderungen oder am besten sogar ein ganzes Wochenende.

Und vor allem:​ Lass dir deine Wanderschuhe niemals auf den letzten Drücker an den Urlaubsort liefern!

2. Tausche bei bedarf die sohle aus

Die Einlegesohlen deiner Wanderschuhe sind sicherlich hochwertig – aber nicht unbedingt für deine Füße geeignet. Deshalb solltest du sie gegebenenfalls austauschen, um das Volumen in den Schuhen anzupassen und deinen Füßen so mehr Halt zu geben. Idealerweise erhöht sich dadurch auch der Tragekomfort.

Wenn deine Schuhe richtig geschnürt sind, rutscht der Fuß nicht hin und her, sodass keine oder zumindest kaum Reibung entsteht. Einen Link zu unserem Artikel zum Schnüren von Wanderschuhen findest du weiter unten.

3. Die richtigen socken für deine füsse

Mit Füßen verhält es sich ähnlich wie mit Schneeflocken: Keiner gleicht dem anderen. Deshalb sind die Socken, auf die dein Nachbar schwört, nicht unbedingt auch für dich bequem. Stattdessen solltest du verschiedene Paare ausprobieren, um die richtigen zu finden. Bei besonders ausgefeilten Modellen gibt es eine Socke für den linken und eine für den rechten Fuß, damit die verschiedenen Zonen und die Nähte optimal platziert sind.

Unabhängig davon, für welches Modell du dich entscheidest, ist die Größenwahl entscheidend. Wenn du zwischen zwei Größen liegst, nimmst du die kleinere. Ziehe die Socken so an, dass es keine Falten gibt. Probiere sie dann zusammen mit deinen Schuhen an. So findest du heraus, welche Kombination für dich am besten ist.​ Diese kann übrigens je nach Jahreszeit variieren.

PS: Abgenutzte oder löchrige Socken solltest du entsorgen, da sie deinen Füßen keinen Schutz mehr bieten.

4. Kümmere dich um deine füsse

Bevor es losgeht: Eine kurze Behandlung mit dem Bimsstein, kurzgeschnittene Nägel ... Mit ein paar einfachen Maßnahmen sorgst du dafür, dass unterwegs alles rund läuft. Du kannst deine Füße auch mit einer speziellen Creme massieren, um sie auf die lange Wanderung vorzubereiten, und das Ganze unterwegs wiederholen.

Während des Treks: Blasen dürfen gar nicht erst entstehen. Sobald du Reibung oder Wärme am Fuß spürst, solltest du die Stelle vorbeugend mit einem Pflaster, einem Blasenschutzstift oder Tape schützen, damit sich keine Blase bildet. Du kannst deine Füße auch jeden Morgen mit einer Spezialcreme einreiben, die Blasen verhindert.

Abends im Biwak: Massiere deine Füße mit einer reichhaltigen Creme. Das ist eine wunderbare Belohnung dafür, dass sie sich den ganzen Tag lang getragen haben. Gönne ihnen außerdem ein wenig Luft. Idealerweise gehst du barfuß oder in Sandalen. Hänge deine Socken auf und nimm außerdem die Einlegesohlen aus den Schuhen, damit sie ebenfalls trocknen können.

Wichtig ist auch, dass du genügend Schlaf bekommst, denn bei Müdigkeit ist die Haut empfindlicher, sodass sich schneller Blasen bilden. Außerdem spielt die Ernährung eine Rolle: Durch Alkohol wird dein Schweiß saurer und damit aggressiver für die Haut!

Es gibt auch Leute, die ihre Füße vor einer langen Wanderung in Zitronensaft baden. Wir haben es nicht ausprobiert, aber falls du es tust, sind wir gespannt auf deine Erfahrung!

Richtiges Schnüren der Wanderschuhe schützt ebenfalls vor Blasenbildung.

Ein kleiner Zusatztipp

Ein kleiner zusatztipp

Beim Trekking solltest du deine Socken regelmäßig wechseln. Getragene Socken sind oft feucht und nicht mehr so weich, sodass die Gefahr von Blasenbildung höher ist.